
Was ist eine EID-Nummer?
Eine EID (eUICC-Kennung) ist eine dauerhafte 32-stellige Nummer, die bei der Herstellung fest in den eSIM-Chip eingebrannt wird. Sie identifiziert die physische eSIM-Hardware in deinem Gerät, nicht einen bestimmten Mobilfunktarif. Jedes eSIM-fähige Smartphone hat genau eine EID, und diese ändert sich nie, auch nicht, wenn du verschiedene eSIM-Profile installierst, löschst oder wechselst.
#Die ausführliche Antwort
Die EID wird von der GSMA, dem Standardisierungsgremium der Mobilfunkbranche, in der SGP.29-Spezifikation definiert, die Format und Vergaberegeln für jeden eSIM-Chip-Hersteller festlegt. Jeder eUICC-Hersteller brennt die Nummer bereits während der Produktion ein, lange bevor du das Gerät kaufst. Weil die EID am Chip selbst hängt und nicht an einem heruntergeladenen Profil, übersteht sie einen Werksreset, einen Anbieterwechsel oder sogar das Löschen aller eSIM-Profile.

Genau diese Dauerhaftigkeit ist der Grund, warum manche eSIM-Anbieter sie gelegentlich abfragen. Eine eSIM von co:sim etwa wird per QR-Code installiert, der innerhalb von Sekunden nach dem Checkout per E-Mail eintrifft, und der übliche Reise-eSIM-Ablauf verlangt niemals deine EID: Du scannst den Code oder tippst auf den Link, und das Profil richtet sich selbst ein. Manche Firmenflotten oder gerätegebundenen eSIM-Programme funktionieren anders und binden ein Profil beim Kauf an eine bestimmte EID, meist zum Schutz vor Betrug. So verkauft co:sim seine Reise-eSIMs nicht.
#Wie unterscheidet sich eine EID von IMEI oder ICCID?
Die EID identifiziert den eSIM-Chip selbst und ändert sich nie; die IMEI identifiziert die Funkhardware des Geräts; die ICCID identifiziert ein heruntergeladenes eSIM-Profil und wechselt mit jedem neuen Tarif. Ein Smartphone hat lebenslang eine EID, kann aber im Lauf der Zeit viele verschiedene ICCIDs tragen, eine pro gespeichertem Profil.
Die IMEI (International Mobile Equipment Identity) ist eine eigenständige 15-stellige Nummer, die an die Mobilfunkhardware des Geräts gebunden ist und hauptsächlich dazu dient, gestohlene Geräte aus Netzen zu sperren. Mit installierten eSIM-Profilen hat sie nichts zu tun. Die ICCID (Integrated Circuit Card Identifier) dagegen gehört zu einem bestimmten eSIM-Profil: Kaufst du eine co:sim-eSIM für Japan für eine Reise, ist die ICCID dieses Tarifs einzigartig. Löschst du sie nach der Reise und installierst im nächsten Monat einen anderen Tarif, bekommt das neue Profil eine eigene ICCID, während die EID deines Geräts unverändert bleibt.
#Wie finde ich die EID meines Smartphones?
Wähle *#06# auf der Tastatur deines Telefons, und die EID erscheint zusammen mit der IMEI auf dem Bildschirm, ohne dass ein Anruf zustande kommt. Beim iPhone findest du sie außerdem unter Einstellungen → Allgemein → Info; bei den meisten Android-Geräten unter Einstellungen → Über das Telefon → SIM-Status (bei Pixel-Geräten derselbe Pfad unter "Über das Telefon").
Apple beschreibt den Weg über die Einstellungen direkt: Einstellungen öffnen, auf Allgemein und dann auf Info tippen und nach unten scrollen, um EID, IMEI/MEID und ICCID zu finden. Googles eigene Pixel-Support-Seite zeigt den Android-Weg: auf Über das Telefon und dann auf SIM-Status tippen, um den Eintrag "EID" zu finden (support.google.com). Erscheint bei keiner der beiden Methoden eine EID, ist das Gerät höchstwahrscheinlich nicht eSIM-fähig.
#FAQ
#Hat jedes Smartphone eine EID?
Nein. Nur eSIM-fähige Geräte besitzen eine EID, weil sie eine Eigenschaft des eUICC-Chips selbst ist, und ältere oder günstigere Geräte mit ausschließlich physischer SIM-Karte enthalten diesen Chip gar nicht erst. Erscheint beim Wählen von *#06# keine EID neben der IMEI, kann dein Gerät fast sicher keine eSIM nutzen, und du brauchst dafür eine physische SIM-Karte. Die meisten Flaggschiff-Smartphones seit etwa 2018 unterstützen eSIM, aber viele Budget- und regionsspezifische Modelle setzen weiterhin ausschließlich auf physische SIM-Karten. Es lohnt sich also, das vorher zu prüfen, statt anzunehmen, dass ein Gerät eine co:sim-eSIM oder einen anderen digitalen Tarif installieren kann. Die Prüfung ist kostenlos und dauert Sekunden: Wählcode und Einstellungspfad funktionieren beide auch ohne Internetverbindung. Fehlt die EID, bleibt nur eine physische SIM-Karte als Option für dieses Gerät, unabhängig vom gewählten Anbieter.
#Kann sich meine EID ändern?
Nein. Die EID wird bei der Herstellung dauerhaft dem eUICC-Chip zugewiesen und bleibt für die gesamte Lebensdauer des Geräts fest, unabhängig davon, wie viele eSIM-Profile du später installierst, löschst oder wechselst. Das unterscheidet sie grundlegend von der ICCID, die sich mit jedem neuen Profil ändert. Ein Werksreset, ein Anbieterwechsel oder ein Betriebssystem-Update haben keinerlei Einfluss auf die EID, weil sie eine Kennung auf Hardwareebene ist und keine Softwareeinstellung. Siehst du auf demselben Gerät scheinbar zwei unterschiedliche EID-Werte, liegt das fast immer an einem veralteten Cache in einer App im Vergleich zu einem aktuellen Wert in einer anderen, nicht an einer tatsächlichen Änderung am Chip. Ein erneuter Wählcode-Check über *#06# zeigt zuverlässig den aktuellen, einzig gültigen Wert. Es lohnt sich nicht, wegen eines scheinbaren Widerspruchs zwischen zwei Apps den Support zu kontaktieren, bevor dieser einfache Check gemacht wurde.
#Warum fragt ein eSIM-Anbieter nach meiner EID?
Die meisten Reise-eSIM-Anbieter, einschließlich co:sim, benötigen für einen normalen Kauf gar keine EID, weil die Zustellung über einen QR-Code erfolgt, den du selbst zur Installation scannst. In engeren Fällen wird sie trotzdem abgefragt: Manche Firmenflotten oder markengebundenen Gerätepakete binden ein Profil beim Verkauf an eine bestimmte EID, damit es nur auf genau diesem Chip aktiviert werden kann, eine Maßnahme gegen Betrug und kein üblicher Schritt für Privatkunden. Manche Anbieter speichern die EID auch erst nach der Installation für Supportzwecke, um im Nachhinein zuordnen zu können, auf welchem Gerät ein Tarif aktiv ist. Verlangt ein Anbieter deine EID schon vor dem Checkout für einen gewöhnlichen Reisetarif, lohnt es sich, kurz zu hinterfragen, ob das zur eigentlichen Bestellung passt. Bei co:sim reicht für den Kauf allein die Auswahl von Reiseziel und Datentarif, die EID wird an keiner Stelle im Bestellprozess abgefragt.
#Brauche ich meine EID, um eine co:sim-eSIM zu kaufen oder zu installieren?
Nein. Für den Kauf einer co:sim-eSIM wählst du nur Reiseziel und Datentarif aus; der QR-Code und die Installationsanleitung kommen innerhalb von Sekunden nach dem Checkout per E-Mail, und jede Tarifseite zeigt das zugrunde liegende Netz, die Installationsfrist und ob Aufladungen möglich sind. Du installierst, indem du diesen QR-Code scannst oder den Link aus der E-Mail auf dem gewünschten Gerät antippst, und das eSIM-Profil richtet sich automatisch auf dem eUICC-Chip deines Geräts ein. Deine EID kommt dabei nie ins Spiel, weil co:sim Profile bei Standard-Reisetarifen nicht an eine bestimmte Chip-Kennung bindet. Einzige Voraussetzung ist, dass das Gerät eSIM unterstützt und SIM-frei ist, was du vorab mit dem *#06#-Trick prüfen kannst. Der QR-Code selbst funktioniert nur einmal, das Gerät erkennt danach automatisch, dass das Profil bereits installiert ist.
#Ist es sicher, meine EID weiterzugeben?
Die EID an einen echten Mobilfunkanbieter oder eSIM-Verkäufer während eines Support-Gesprächs oder der Aktivierung weiterzugeben, ist üblich und für sich genommen kein nennenswertes Sicherheitsrisiko, da die Nummer nur deine eSIM-Hardware identifiziert, nicht deine Identität, deinen Standort oder Kontodaten. Allein reicht sie nicht aus, um ein Profil auf einem Gerät zu installieren oder einen bestehenden Tarif zu kapern, weil das Fernbereitstellungsprotokoll der GSMA eine kryptografische Authentifizierung zwischen eSIM-Chip und Server des Anbieters verlangt, bevor ein Profil hinzugefügt oder entfernt wird, nicht nur die Kenntnis der EID. Eine von der GSMA begrüßte, unabhängige Sicherheitsanalyse dieses Protokolls aus dem Jahr 2024 bestätigte einen ausreichenden Schutz gegen netzwerkbasierte Angriffe zwischen legitimen Parteien. Behandle sie wie die Seriennummer deines Telefons: unproblematisch für einen kontaktierten Support-Mitarbeiter, aber nicht ohne Grund öffentlich posten.
#Was unterscheidet eine EID von einem eSIM-QR-Code?
Ein eSIM-QR-Code ist überhaupt keine Gerätekennung, sondern ein Aktivierungscode, der dein Telefon zu einem bestimmten herunterladbaren eSIM-Profil führt, und er wird nur einmal, bei der Installation, benutzt. Die EID dagegen ist eine dauerhafte Nummer, die auf deinem Telefon schon existiert, bevor du überhaupt einen Tarif kaufst. Kaufst du eine co:sim-eSIM, erstellt und verschickt co:sim einen QR-Code, der an den gekauften Tarif gebunden ist; scannst du ihn, weist das den eUICC-Chip deines Telefons (identifiziert über seine eigene EID) an, genau dieses Profil aus dem Netz herunterzuladen. Der QR-Code wird nach einer erfolgreichen Installation verbraucht und inaktiv, während die EID darunter für jeden künftigen Tarif auf diesem Gerät dieselbe bleibt. Diese Unterscheidung erklärt auch, warum ein zweiter Scan desselben QR-Codes fehlschlägt, während die EID selbst davon völlig unberührt bleibt.
Eine co:sim-eSIM installiert sich über diesen per E-Mail zugestellten QR-Code in wenigen Minuten, ganz ohne die EID deines Telefons.


